Demokratieverständnis Landwirtschaftskammer Steiermark

Nachdem sich Hans Ilsinger bei der letzten Kammervollversammlung in Graz zur Aussage verstiegen hatte „Die Kammer mit ihren Funktionären sei ein faschistoider Verein“ möchte ich dazu ein paar Worte sagen. 

Ein Vergleich mit Hitler oder Stalin ist natürlich vollkommen unangebracht, wer jedoch schon einmal eine Kammervollversammlung miterlebt hat weiß, daß es von Machtfülle zu Machtrausch nur ein sehr kurzer Weg ist.

Bei der letzten Sitzung waren 9 Anträge die großteils fachlich sehr fundiert waren abzustimmen. Es ging dabei um Themen wie Neuberechnung der Einheitswerte, Ende der Russlandsanktionen etc…. Im Grunde genommen müßte jeder der ein Herz für den Bauernstand hat alle Anträge mit einem klaren „Ja“ abstimmen.

Das Demokratieverständnis der Kammerführung sah jedoch so aus das kein einziger Antrag inhaltlich zur Abstimmung gebracht wurde. Stattdessen wurde ähnlich der Muppets-Show vom Podium herunter zum jeweiligen Antrag ein Kommentar verlesen, wo es dann sinngemäß hieß „den Antrag brauch ma nit“ und wir durften dann nur abstimmen ob wir den Kommentar zur Kenntnis nehmen. Dieses Demokratieverständnis erinnert ein wenig an die DDR.

Ich wünsche mir für 2017 die Kammerführung möge von ihrem Machtrausch abrücken und wir könnten endlich an gemeinsamen Lösungen der anstehenden Probleme im Sinne der Bauernschaft arbeiten ohne unsere gesamte Energie im Streit um Geschäftsordnungsfragen zu vergeuden.

Mit freundlichen Grüßen Albert Royer

28. Dez 2016

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