HC Strache stellt den Kanzleranspruch

HC stellt den Kanzleranspruch

Beim 30. Ordentlichen FPÖ-Bundesparteitag in Graz wurden die Weichen für die Zukunft gestellt. Ziel ist vor allem Platz 1 bei der nächsten Nationalratswahl. Wichtigstes Ergebnis beim Parteitag: HC Strache wurde mit 94,36 Prozent als Obmann bestätigt. Seine Stellvertreter Norbert Hofer, Harald Stefan, Barbara Rosenkranz, Manfred Haimbuchner und Johann Gudenus wurden einstimmig gewählt. Einstimmig beschlossen wurde auch das neue Parteiprogramm der FPÖ.

In seiner Rede stellte HC Strache den Kanzleranspruch. „Ein Regierungschef muss aus anderem Holz geschnitzt sein und darf kein Umfaller sein“, betonte Strache. „Der muss wissen, dass ihm das rot-weiß-rote Hemd näher ist als die Brüsseler Zwangsjacke. Und er muss die Gabe haben, die Menschen begeistern zu können und sie mitzunehmen in dieses Projekt einer besseren Zukunft und darf sie nicht nur vor der Wahl kennen, wie der Herr Faymann das tut. Ich kann und werde ein besserer Kanzler für unsere geliebte Heimat Österreich sein“, erklärte Strache unter dem begeisterten Applaus der Parteitagsdelegierten. Die kommende bundesweite Wahlauseinandersetzung werde daher zur Entscheidung zwischen HC Strache und Werner Faymann.

Inhaltlich und personell ist die FPÖ bestens gerüstet. Beim Bundesparteitag wurde ein neues Parteiprogramm präsentiert, welches kompakt und verständlich ist und die wesentlichsten Inhalte und Forderungen der Freiheitlichen zusammenfasst. Ebenfalls erhielten die Delegierten die dritte Auflage des „Handbuchs Freiheitlicher Politik“, welches über mehrere hundert Seiten sämtliche Themen und die Lösungsansätze der FPÖ detailliert aufschlüsselt. Der FPÖ-Chef wußte für jede Ministerfunktion mehrere freiheitliche Namen zu nennen. Angefangen von Norbert Hofer, Herbert Kickl, Manfred Haimbuchner, Barbara Rosenkranz, Johann Gudenus, Johannes Hübner, Barbara Kappel, Bernhard Themessl, Peter Fichtenbauer – um nur einige von vielen Namen zu nennen. Jeder würde die Aufgaben besser erfüllen als die derzeitige rotschwarze Ministerriege, betonte Strache: „Wir haben zahlreiche Fachleute und Experten!“

„Wir wollen und werden dieses rot-schwarze Proporzsystem aufbrechen und überwinden, wenn wir durch die österreichische Bevölkerung bei der kommenden Wahl zur stärksten und bestimmenden politischen Kraft gewählt werden und SPÖ und ÖVP zusammen die 50-Prozent-Marke nicht mehr überspringen“, so Strache.„Der Zuspruch der Menschen, das Vertrauen und die Hoffnung, die sie investieren, das ist mir tausendmal wichtiger und wertvoller als das Schulterklopfen der Etablierten, die ja doch nur versuchen, uns einzukochen, was ihnen aber nie gelingen wird“, sagte der FPÖ-Chef. Und er gab sein Versprechen ab: „Wenn ich Kanzler werde, wird nicht alles anders, aber vieles wesentlich besser!“

Foto: Karl Lindinger