Kaum Hoffnung für Kaserne in Aigen
Die Freiheitlichen lassen in Sachen Kaserne Aigen im Ennstal nicht locker. Nach einer Resolution im steirischen Landtag wurde nun auch das Parlament in Wien befasst. Die vier steirischen FPÖ-Abgeordneten haben Anfang März eine parlamentarische Anfrage mit 36 Fragen an Verteidigungsminister Norbert Darabos gerichtet. Darin wollten sie wissen, was mit dem Standort nach der Ausmusterung der Alouette-Hubschrauber passiert.
Die Hauptfrage lautete, ob es seitens des Ministeriums Pläne oder Bestrebungen gibt, die Kaserne Aigen im Ennstal auch nach dem Jahr 2020 aufrecht zu erhalten oder zumindest einer alternativen Funktion zuzuführen – etwa als Ausbildungszentrum für den Katastrophenschutz. Nicht weniger interessant auch die Frage, ob Darabos seit Beginn seiner Amtszeit als Minister die Kaserne Aigen im Ennstal einmal persönlich besucht hat. Schließlich sollte der Ressortchef die lokalen Gegebenheiten kennen, bevor er die vom Generalstab ausgearbeiteten Vorhaben absegnet.
Doch mit der Anfragebeantwortung, die vor wenigen Tagen eingetroffen ist, scheint es wenig Hoffnung für eine rosige Zukunft des Kasernenstandortes zu geben. Denn Darabos antwortet ausweichend: „Unabhängig ob ich einzelne militärische Liegenschaften besucht habe oder nicht, werden Luftfahrzeuge der Type Alouette III noch bis Ende des Jahres 2020 in Verwendung stehen, wobei die damit verbundenen Betriebsreduktionen schrittweise erfolgen sollen.“ Auch zum Fortbestand der Kaserne nach der Ausmusterung der Hubschrauber will Darabos keine konkrete Antwort geben. Stattdessen beruft er sich darauf, dass die Geräte um zehn Jahre länger in Betrieb bleiben als etwa in der Schweiz. Von den Plänen, ein Ausbildungszentrum für Katastrophenschutz zu errichten, wie es die Freiheitlichen fordern, will der Minister nichts wissen.
FPÖ-Bezirksparteiobmann André Taschner dazu: „Verteidigungsminister Darabos macht in seiner Anfragebeantwortung jeden Hoffnungsschimmer zunichte und enttarnt gleichzeitig seine Parteigenossen, die sich im Bezirk als die großen Retter hinstellen. In Wirklichkeit ist das Ende nach 2020 längst besiegelt. Von einer alternativen Nachnutzung oder Ideen zum Fortbestand keine Spur!“ Angesichts der vorliegenden Antworten habe der Verteidigungsminister die Alouette-Hubschrauber und die Kaserne schon im Geiste zu Grabe getragen.
Verweis zur Anfrage: http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXIV/J/J_07817/index.shtml

