Leserbrief zur Milchkrise

Zunächst möchte ich meinen Respekt den Verantwortungsträgern der Ennstal Milch für die mutige und richtige Entscheidung der Einführung einer Mengensteuerung entgegenbringen.

Weiters möchte ich in der derzeit schwierigen Lage keinesfalls Präsident Titschenbacher angreifen, jedoch was mich persönlich enorm stört, ist das mutlose Auftreten der österreichischen Agrarpolitiker in Brüssel. Denn die Analyse der derzeitigen Lage zeigt eindeutig, dass in Brüssel zwei schwerwiegende Fehler mit der Abschaffung der Milchquote und der Einführung der Russland-Sanktionen gemacht wurden. Beide Fehler gehören repariert!

Und eigentlich haben wir auch nicht mehr viel zu verlieren. Denn wenn uns die Agrarpolitiker weiterhin mit sorgenvoller Miene erklären was in Brüssel alles nicht geht, sterben unsere Bauern. Wenn wir in Brüssel die richtigen Forderungen stellen und dann von den anderen Ländern niedergestimmt werden, sterben unsere Bauern genauso. Aber sollte es gelingen Verbündete in anderen Ländern zu finden und letztlich haben die Bauern in ganz Europa ähnliche Sorgen, wäre es möglich die Zukunft in die richtige Richtung zu lenken und den Bauern und Bäuerinnen eine Überlebenschance zu bieten.

Als Optimist im Herzen hoffe ich auf letzteres.

Mit freundlichen Grüßen,
Albert Royer
Milchbauer am Mitterberg
und FPÖ-Agrarsprecher im Landtag

13. Jun 2016

Zurück